Zur Person
geboren 1947 in Bronxville, New York, USA
lebt und arbeitet in New York City, USA
Die US-Amerikanische Konzeptkünstlerin hinterfragt mit ihren Arbeiten seit den 1970ern kritisch die Mechanismen des Kunstbetriebes. Sie ist vor allem für ihre Fotografien bekannt, die Kunstwerke nicht in Museen oder Galerien, sondern in privaten Sammlungen, Lagerhallen, bei Auktionen oder in Hotelräumen zeigt. Dabei lenkt sie den Blick auf den Kontext, in dem Kunst präsentiert, besessen und konsumiert wird. Lawlers Arbeiten stellen Fragen zur Autorschaft, zum Werst von Kunst und zur Rolle von Institutionen. Ihr präziser, oft ironischer Blick macht sichtbar, wie stark Bedeutung und Wahrnehmung von Kunst durch ihren sozialen und ökonomischen Rahmen geprägt ist. Lawler zeigt in ihren Arbeiten auf, dass Kunst immer immer im Kontext wahrgenommen wird, der ihre Wahrnehmung beeinflusst.
Die erste umfassende Werkschau der Künstlerin zeigte 2013/14 das Museum Ludwig und bespielte mit ihren Werken das gesamte Haus.
Text zum Werk
Die Arbeit von Lawler zeigt den Raum im Chealsea Hotel in Köln, ein dem das Werk "Die sympathische Kommunistin" von Kippenberger aus dem Jahr 1983 hängt. Seit 1985 kam Kippenberger regelmäßig ins Café Central, da sein Atelier in der Nähe lag. Ab 1986 machte er das Hotel zu seiner Residenz, in der sich Künstler trafen und einen Hotspot der Kölner Kunstszene bildete und durch die symbiotische Beziehung zur Kunstwelt zu einem berühmten Künstlerhotel wurde. Kippenberger, die Malerbrüder Albert und Markus Oehlen und Werner Büttner gingen im Chelsea Hotel ein und aus, tauschten Kunstwerke gegen Kost und Logis.
Zum einen ist diese Arbeit mit ihrem lokalen Bezug zum Rheinland eine perfekte Erweiterung der stark standortverbundenen Sammlung ist, zum anderen wird der Reihe der noch unterrepräsentierten Foto-Künstlerinnen ein weitere Position hinzugefügt.