Zur Person
geboren 1967 in Sevenoaks, Kent, Großbritannien
lebt und arbeitet in New York und London
Von 1985 bis 1989 absolvierte Morris ein Studium an der Brown University in Providence, das sie mit dem Bachelor of Arts abschloss. Von 1999 bis 2000 lebte sie als Stipendiatin in Berlin und arbeitet in dem Künstlerhaus Bethanien.
Morris ist vor allem durch ihre abstrakten geometisch geordneten, leuchtend bunten Gemälden und Wandarbeiten, die sich thematisch mit Wirtschaft, komplexen Netzwerken und Systemen sowie Architektur beschäftigen.
"Wenige Künstler haben sich in ihrer Arbeit so intensiv mit urbanen Infrastrukturen, sozialen Milieus sowie Macht und Ohnmacht auseinandergesetzt wie Sarah Morris. Die Gemälde verweisen auf unbewusste Geometrien und präsentieren sich als kapitalistisches Echo auf Konsum- und Luxusgüter. Seit Mitte der 1990er-Jahre übersetzt sie den modernen Alltag, konsumistische Routinen und die sich um die Städte rankenden Gespinste aus Mythen und Verschwörungstheorien in abstrakt-monumentale Musterbilder in knalligen Farben. In ausgiebigen städteplanerischen und soziologischen Untersuchungen sowie unzähligen Gesprächen beschäftigt sich die Künstlerin, die in New York lebt, mit Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten"
Quelle: Angela Stief, in: Kunst der Gegenwart. Albertina modern, Albertina, Albertina klosterneuburg, S. 468
Text zum Werk
Vor einigen Jahren war Sarah Morris auf der Suche nach einer prägnanten Männerstimme für die Vertonung eines Drehbuchs, in dessen Folge der Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Alexander Kluge enstandenen.
Für die Serie "Sound Graphs" nutzte Morris ebendiese Aufnahmen, die sie in audiovisuelle Codes umwandelte, die sich als malerische Übersetzung der Stimme Kluges in starken Farben über die Leinwand erstrecken.