Wilhelm Mundt Tashstone 844, 2025
Produktionsrückstände in Edelstahl 25 x 29,5 x 27 cm © VG Bild-Kunst Bonn, 2026 Courtesy: Schönewald, Düsseldorf Foto: Archive Schönewald, Duesseldorf

Zur Person

geboren 1959 in Grevenbroich
lebt und arbeitet in Düsseldorf

Der deutsche Bildhauer Wilhem Mundt studierte von 1979 bis 1986 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tony Cragg, Irmin Kamp und Klaus Rinke. Bekannt wurde Mundt vor allem durch seine Serie der sogenannten "Trashstones", der er sich seit 1988/89 fast ausschließlich widmet. Diese Trashstones erscheinen in verschiedenen Größen und Materialien. Gemein ist allen Werken, dass sie im Innersten ein Objekt, Überbleibsel oder Fundstück verbergen, dessen Identität sie nicht mehr frei geben. Einzig der Künstler weiß, was die amorphe Hülle aus Aluminium oder Glasfaser in sich aufgenommen hat. Auch die Titel der Arbeiten geben nichts preis, sie sind nur fortlaufende Nummern, deren Beginn 001 war. Seit 2009 hat Mundt eine Professur für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden inne.


"Höher, schneller, weiter“, die Parameter für sportlichen Erfolg gelten wenig in der Bildenden Kunst. Die Kriterien für das Gelingen lauten hier „anders, neu, auf Zukunft gerichtet“. Der Bruch mit dem Bekannten, das Hinzufügen neuer, bislang unbekannter Aspekte zum Kaleidoskop unserer Weltwahrnehmung sind hier bestimmend. Die Kunst der „readymades“ eines Haim Steinbach oder Jeff Koons aus den 80er Jahren, aber auch die magisch-mystischen Räume eines Joseph Beuys zu überwinden und ihnen eine neue Sicht entgegenzustellen, ist deshalb ein Ansatz, den der Bildhauer Wilhelm Mundt mit seinen Werken verfolgt."

Text: Gerhard Finckh





Text zum Werk

Der Trashstone 844 besticht durch seine hochglänzende, fast kugelförmige Form. Die Oberfläche der Trashstones wird oft mühsam geschliffen und poliert, bis sie glänzend und perfekt erscheint, was in starkem Kontrast zu dem darin verborgenen „Abfall” steht. Obwohl die Werke Fragen der Nachhaltigkeit und Ökologie aufwerfen, betont Mundt oft, dass es ihm in erster Linie um den skulpturalen Prozess der Formfindung und Kompression geht.